Steinkauzjunge vor Brutröhre © Werner Peter

Steinkauz

Geschützter Bewohner der Streuobstwiesen

In Hessen besiedelt der Steinkauz Streuobstwiesen oder halb offene Landschaften mit einzelnen Obstbäumen. Zu einem großen Teil findet die Brut heute in künstlichen Niströhren statt, sonst bilden natürliche Baumhöhlen – vor allem in alten Obstbäumen – die Nistplätze. Als Nahrungsbiotope benötigt der Steinkauz kurzrasiges Grünland oder Ackerflächen in der Nähe der Brutplätze.

In den Streuobstgebieten der Außenbezirke Frankfurts, z. B. im Schwanheimer und Sossenheimer Unterfeld, um Seckbach und am Berger Hang, ist der Steinkauz heute wieder ein vergleichsweise verbreiteter Brutvogel. Durch Steinkauzbrutröhren wurde binnen weniger Jahre eine Bestandsverbesserung von nur wenigen Brutpaaren auf inzwischen 74 Brutpaare erreicht.

Durch die regionale Begrenzung der Vorkommen und weitere Verluste von Streu­obstgebieten gilt der Steinkauz trotzdem in Hessen als gefährdet. Frankfurt ist sich dieser Artenschutzverantwortung bewusst und bemüht sich um die Erhaltung der verbliebenen Streuobstwiesen.