Luftschadstoffe

 

Feinstaub

Bei Feinstaub (PM10 – Particulate Matter) handelt es sich um Schwebteilchen mit einem Durchmesser bis zu 10 Mikro­metern (µm). Die Staubpartikel ­haben keine einheitliche chemische Zusammensetzung. Hohe Feinstaubkonzentrationen gefährden die Gesundheit der in den Städten lebenden und arbeitenden Menschen.

Feinstäube sind Kleinstpartikel, die durch die Atmung in den Organismus eindringen. Gesundheitliche Effekte sind Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen bis hin zu Lungenkrebs.
 

Quellen der Feinstaubimmissionen

Die in der Friedberger Landstraße gemessenen Feinstäube stammen zu 26 Prozent aus den Abgasen von Dieselfahrzeugen. Bei den Emissionen im Dieselabgas handelt es sich häufig um sehr kleine Partikel, die besonders gesundheitsschädlich sind. 23 Prozent werden durch Abrieb und Aufwirbelung verursacht. Die Industrie, biogene Quellen und Gebäudeheizungen tragen ebenfalls deutlich zur Feinstaubbelastung bei. Bei PM10 spielt der Flugverkehr als Emittent eine untergeordnete Rolle.

Grafik Quellen der Feinstaubimmissionen (Friedberger Landstraße)
Quellen der Feinstaubimmissionen – Friedberger Landstraße
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Die Höhe der Feinstaubbelastung ist sehr abhängig von der Wetterlage. So führen Tiefdruckwetterlagen mit höhe­rem Luftaustausch und Regen, der zur Auswaschung der Teilchen führt, zu einer Reduzierung der Partikel­kon­zentration in der Atmosphäre. Bei austauscharmen Wetterlagen (Inversionswetterlagen), die häufig im Winter bei hohem Luftdruck vorherrschen, kommt es zu einem Anstieg der Partikelkonzentration.
 

Grenzwerte und Messungen

Seit Januar 2005 gelten EU-Grenzwerte für Feinstaub. Es gibt zwei Grenzwerte: den Jahresmittelwert und die Anzahl der Überschreitungstage.

Die Feinstaubkonzentrationen sind in Frankfurt insgesamt rückläufig und der Grenzwert für das Jahresmittel von 40 µg/m³ kann seit vielen Jahren sicher eingehalten werden.

Grafik Feinstaub: Entwicklung der Jahresmittelwerte
Entwicklung der Jahresmittelwerte
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Der zweite EU-Grenzwerte betrifft die sogenannten Überschreitungstage: Danach dürfen 50 µg/m³ Feinstaub an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden.

Dieser Grenzwert wurde in Frankfurt an der Station Friedberger Landstraße in den Jahren 2005, 2006, 2009 und 2011 überschritten. 2007, 2008, 2010, 2012 und zuletzt 2013 konnte der Grenzwert an allen Frankfurter Luftmessstationen eingehalten werden. 2011 wurden an der Friedberger Landstraße 42 Überschreitungstage ermittelt. 2012 wurden 50 µg/m³ Feinstaub nur noch an 19 Tagen und 2013 an 21 Tagen überschritten.

Grafik Feinstaub: Entwicklung der Überschreitungstage
Entwicklung der Überschreitungstage
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Maßnahmen

Die Emissionen verringern

Aktuelle Maßnahmen der Luftreinhalteplanung sind der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Einhaltung modernster Emissionsstandards durch die Busflotte und die Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs. Durch den Ausbau des Fernwärmenetzes und mit Vorgaben zur energiesparenden Bauweise sollen die Emissionen der Gebäudeheizungen weiter reduziert werden.

Kontakt
Maßnahmen

Umweltzone

Um langfristig die Einhaltung des Grenzwerts für Feinstaub zu erreichen, wurde im Stadtgebiet von Frankfurt eine Umweltzone eingerichtet. Weiter

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Weitere Informationen zur Belastung mit Feinstaub in Frankfurt, den Auswirkungen auf die Gesundheit und zu Maßnahmen im Rahmen des Aktionsplans Frankfurt am Main finden Sie unter www.frankfurt.de

Schwefeldioxid (SO2) und Stickstoffdioxid (NO2)

Informationen zur Belastung durch Schwefeldioxid (SO2) und Stickstoffdioxid (NO2) finden Sie hier.