Frankfurter Projekte ausgezeichnet

Die Jury des Deutschen Nationalkomitees der UN Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist überzeug: Die Ausstellung des Energiereferats "Klimagourmet" und der digitale "VeggiGuide" verdienen eine Auszeichnung. In Frankfurt wurden bereits wiederholt verschiedene Projekte gekürt. Die Projekte des Energiereferats vereinen nun Klimaschutz und kulinarischen Genuss.  

Infos zu Klimagourmet und VeggiGuide

Infos zur UN-Dekade und BNE-Frankfurt

Mobile Lernwerkstatt "Stadt der Zukunft"

Jugendliche der Jahrgangsstufe 8 der Elisabethenschule haben begonnen, eine "Stadt der Zukunft" zu bauen. Diese steht schon jetzt als Schau- und Lernobjekt für den Unterricht sowie für schulinterne Veranstaltungen (Schulfeste, Grundschulkooperationen, Tag der offenen Tür, Wettbewerbe) zur Verfügung.

Die Idee entstand beim Bau von Energiesparhäusern, die die Schülerinnen und Schüler nach Anregungen der Lernwerkstatt Energie des Vereins Umweltlernen e. V. und eigenen Recherchen entwickelt und umgesetzt haben. Die Häuser stehen auf etwa 70 x 70cm großen Platten, die beliebig aneinandergesetzt und kombiniert werden können. Daraus soll nun eine ganze Stadt entstehen. Dank der Unterstützung der Stadt Frankfurt haben Schülerinnen und Schüler in Gruppen Straßen angelegt,  Solarauto-Baukits auf Effizienz getestet, Dachgärten und die ersten Grünflächen angelegt. Am Alten Flugplatz Bonames lernten die jungen StadtplanerInnen in der Aeronautenwerkstatt, Savonius-Rotoren zu bauen und integrierten sie als Windkraftwerke.

Weitere Windkraftanlagen sind noch in Planung und sollen mit Biogasanlagen ergänzt werden. Auch das Mobilitätskonzept sowie die Begrünung müssen weiter optimiert werden. Die Stadt soll "leben" und sich über 1-2 Jahre weiter entwickeln. Dabei werden sich die Jugendlichen mit dem Thema Nachhaltigkeit intensiv auseinander setzen und eigene Ideen einbringen und umsetzen. Und sie werden sie als "Nachhaltigkeitsbotschafter" weitertragen - so hoffen die beteiligten Lehrkräfte.

Pilotphase gestartet

Schuljahr der Nachhaltigkeit Logo © Umweltlernen in Frankfurt e.V.
Schuljahr der Nachhaltigkeit Logo © Umweltlernen in Frankfurt e.V.

Was verbindet Hostatoschule, Franckeschule, Merianschule und die Grundschule Riedberg mit der ABG Frankfurt HoldingFES GmbH und Mainova AG? An diesen Pilotschulen wurde im Schuljahr 2012/13 das Greencity-Projekt "Schuljahr der Nachhaltigkeit" erstmals durchgeführt, getestet und weiterentwickelt.

Das Leitziel war Gestaltungskompetenz: "Jedes Frankfurter Kind weiß nach der Grundschule, was nachhaltige Entwicklung bedeutet, kann Handlungsmöglichkeiten benennen und für die Gestaltung des eigenen Lebens nutzen."

Mit finanzieller und praktischer Unterstützung von Sponsoren entsteht eine bisher einmalige Projektstruktur im Rahmen der "Bildung für nachhaltige Entwicklung", die bereits weit über die Stadt hinaus Aufmerksamkeit erfährt und nun als offizielle Maßnahme der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ von der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet.

Konzept

Schuljahr der Nachhaltigkeit

Auszeichnung der UNESCO

Projektwettbewerb "Zukunft lernen"

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig hat am 14. März 2013 die Beiträge des Projektwettbewerbs "Zukunft lernen" bei der Sonderausstellung "[g]artenvielfalt" der Öffentlichkeit vorgestellt.

Dieser Wettbewerb war Teil eines Online-Dialogs, den die Stadt Frankfurt im Herbst 2012 im Rahmen ihrer Initiative "Bildung für nachhaltige Entwicklung" eingerichtet hatte. Schulen und andere Bildungseinrichtungen konnten Projekte zu Schlüsselthemen einer nachhaltigen Stadtentwicklung einreichen.

Mitgemacht haben unter anderem die Wöhlerschule, die Berthold-Otto-Schule, das Friedrich-Dessauer-Gymnasium, die Elisabethenschule und die Ernst-Reuter-Schule II, das Kinderhaus Neebstraße sowie Kinder und Jugendliche aus Gallus- und Europaviertel. Mit dem Ziel, Kinder Nachhaltigkeit in der Schule und im Alltag erleben zu lassen, wurden langfristig angelegte Aktionen oder auch Einzelaktionen initiiert und umgesetzt. Die behandelten Themen reichten von der Gestaltung von Freiflächen, Energie und Mobilität, Biodiversität bis zu Ernährung.

Die "große Bandbreite und individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema" hat die Jury dazu veranlasst, nicht nur ein einzelnes Projekt als Gewinner auszuzeichnen, sondern jedes der eingereichten Projekte mit dem Preisgeld finanziell zu unterstützen.

Weitere Informationen zu den Projekten

Frankfurter Lösungsansätze

Projekte für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Die Entwicklung zu einer Green City erfordert das gesamte Wissen und kreative Potenzial von Verwaltung, Bürgerschaft und Unternehmen. Die hier vorgestellten modellhaften Projekte sollen die Frankfurter Lösungsansätze ganz konkret begreifbar machen.

Frankfurter Landwirte engagieren sich für Artenvielfalt
Anlage eines Blühstreifens  © Rosi Glenz
Anlage eines Blühstreifens © Rosi Glenz
Anlage eines Lerchenfensters © Rosi Glenz
Anlage eines Lerchenfensters © Rosi Glenz

Frankfurter Landwirte engagieren sich für Artenvielfalt

Rund 60 Landwirte haben sich verpflichtet, die Vielfalt der heimischen Arten zu fördern.

Als besonders beliebt hat sich die Anlage von Blühstreifen oder Blühflächen herausgestellt. Durch ihre mitunter sehr artenreichen Mischungen stellen sie einen wahren Augenschmaus in der Agrarlandschaft dar und bereichern den Frankfurter GrünGürtel. Andere Landwirte haben bei der Ernte einen Streifen ihres Getreides stehen lassen, damit der vom Aussterben bedrohte Feldhamster Nahrung und Schutz findet. Die sogenannten Hamsterstreifen fügen sich in ein umfangreicheres Schutzkonzept des Umweltamtes für den heimischen Nager nahtlos ein. Dank der Biodiversitätsklausel wurden auch so genannte Lerchenfenster angelegt. Der Anbau von Zwischenfrüchten ist eine weitere Artenschutzmaßnahme, von der Bienen oder Schmetterlinge in vielfältiger Weise profitieren.

Die Frankfurter Umweltdezernentin Frau Heilig hofft, dass auch andere Städte dem Beispiel der Frankfurter Biodiversitätsklausel folgen. Nach diesem ersten Probejahr sollen die gemeinsamen Bemühungen von Stadt und Landwirten, die Biodiversität in und um Frankfurt zu stärken, in jedem Fall fortgeführt werden.

Lerchenfenster für Hessen

Der Feldhamster auf frankfurt.de und bei der Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz.

Grün- und Freiflächen

Grüne Verbindungen

Stadtplan Frankfurt am Main mit eingezeichneten Strahlen und Speichen
© Friedrich von Borries

vom GrünGürtel nach innen und außen
(Speichen- und Strahlenplan)

Der GrünGürtel soll künftig grüne Verbindungen bekommen: nach innen bis zum Anlagenring und nach außen in die Region. Dazu wird in diesem Jahr ein Zielplan mit verbindlichen Festlegungen erarbeitet. Mit dem Plan werden künftige Schwerpunkte von städtebaulichen und verkehrlichen Veränderungen markiert und Maßnahmen für neue grüne Freiräume angestoßen. Mit den Verbindungsachsen sollen sowohl die Zugänglichkeit zum GrünGürtel verbessert als auch wichtige Klimafunktionen für die Stadt gestärkt werden. Die Möglichkeiten der Vernetzung erstrecken sich von einer Integration des GrünGürtels in ein städtisches Leit- und Orientierungssystem (Verkehrsschilder, U-Bahnpläne etc.) bis hin zur Förderung einer fußgänger- und fahrradfahrer freundlicheren Mobilitätskultur. Daneben unterstützen die künftigen Grünachsen eine entsprechende Ausweitung klimatisch und psychologisch wirksamer Grünräume in Richtung Innenstadt und sichern die klimatischen Austauschfunktionen zwischen der Stadt und der Region. In den Speichen und Strahlen werden Freiräume entdeckt und geschaffen, die von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden können. Die bestehende Vorplanung soll nun weiter konkretisiert und sowohl der Öffentlichkeit als auch den Ortsbeiräten und weiteren Gremien vorgestellt werden. Anschließend wird die Konzeption den Stadtverordneten zum Beschluss vorgelegt.

Eine detaillierte Abbildung des Speichen und Strahlenplans
finden Sie
hier.

Ihre Ideen, Wünsche und Anregungen können Sie hier einbringen: Zum Bürgerdialog …

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Bildungsprojekte

Schuljahr der Nachhaltigkeit

Dieses Leuchtturmprojekt im Bildungsbereich soll an erfolgreiche Projekte der Umweltbildung anknüpfen (z.B. die Lernwerkstätten „Energie“ und „Recycling“ sowie das Programm „Bildungsraum GrünGürtel“). Das Unterrichtsmodell soll Grundschulkindern vermitteln, was nachhaltige Entwicklung bedeutet und welche Möglichkeiten es für das eigene Handeln gibt.

Bei der Entwicklung kooperieren die Frankfurter Grundschulen, das Stadtschulamt, das Staatliche Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main und das Umweltamt mit Frankfurter Unternehmen wie Mainova AG und FES. Die Pilotphase startet im Schuljahr 2012/2013.

Ab 2013 soll das „Schuljahr der Nachhaltigkeit“ in allen Frankfurter Grundschulen eingeführt werden und einem weiten Kreis an Kooperationspartnern wie Unternehmen, Institutionen und Verbänden des Bildungssystems offenstehen.

Nachhaltigkeit lernen in Frankfurt

Bildungsdezernentin Sorge startet die Pilotphase

Unterrichtsmaterialien zur Biodiversität

Palmengarten. Schülerinnen gießen eine Ananaspflanze © BioFrankfurt

Für Schülerinnen und Schüler zählt der Besuch des Palmengartens, des Senckenberg Naturmuseums, des StadtWaldHauses oder des Zoos zu den Highlights des Schulalltags.

Nun gibt es neben den dort angebotenen Führungen auch ergänzende Unterrichtsmaterialien zum Programm „Biodiversität aus vier Blickwinkeln erleben. Geeignet ist die Arbeitsmappe für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I.

Die kostenlosen Materialien können von Lehrern als ‚schlüsselfertige Unterrichtseinheit‘ genutzt werden, ermöglichen aber gleichzeitig eine flexible Ausrichtung der Inhalte auf Klassenstufe und Vorwissen der Schülerinnen und Schüler.

Die Unterrichtsmaterialien wurden im Rahmen einer Doktorarbeit an der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit den Pädagogen der vier beteiligten Bildungseinrichtungen und der BioFrankfurt-Geschäftsstelle entwickelt und von der Dr. Marschner-Stiftung gefördert.

Alle Informationen auf einen Blick für Lehrer, Schüler und Eltern finden Sie auch unter http://biofrankfurt.de/

 

Energieeffizienz finanzieren

Heinrich-Lübke-Siedlung

Modellcharakter für die Sanierung von Großsiedlungen im sozialen Wohnungsbau soll die Heinrich-Lübke-Siedlung aus den 1970er Jahren haben. Sie wird von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding GmbH seit Dezember 2010 in Zusammenarbeit mit der Universität Wien und der Fraunhofer Gesellschaft umgestaltet und energetisch saniert. Dabei wird besonderer Wert auf Nachhaltigkeit unter sozialen, baulichen und ökologischen Gesichtspunkten gelegt. Die Bewohner werden sehr eng in den Planungsprozess einbezogen.

Die Stadt Frankfurt hat sich mit der Neugestaltung der Heinrich-Lübke-Siedlung um den Eurocities Award beworben. Mit dem Projekt wurde Frankfurt erstmals – in der Kategorie Partizipation – nominiert.

ABG Frankfurt Holding

Im Rahmen eines Jugendbeteiligungsprojektes des Caritas-Quartiersmanagements im Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft in der Heinrich-Lübke-Siedlung haben fünf Jugendliche (Hakan, Daniel, Amin, Alex und Dagem) den Projektverlauf von der Planung bis zur Fertigstellung eines Jugendtreffpunktes mit einem Video dokumentiert.

Video

Forschung und Lehre

Stiftungsprofessur
„Energieeffizienz und Erneuerbare Energien“

Als erster kommunaler Energieversorger fördert die Mainova AG Forschung und Lehre bei den Themen „Energieeffizienz und Erneuerbare Energien“. Mit einer Stiftungsprofessur konnte ein neuer Lehrstuhl an der Fachhochschule Frankfurt am Main eingerichtet werden. Ab dem Wintersemester 2011/12 werden die ersten 36 Studierenden ihr Studium im neuen Bachelor-Studiengang aufnehmen. Er vermittelt Basiskompetenzen in Elektrotechnik und im wirtschaftlichen Umgang mit Energie. Neben Fragen der Energieverteilung und -speicherung und des Energierechts geht es auch darum, wie kontinuierliche Versorgung mit Strom trotz der ständig wechselnden Verfügbarkeit von Wind und Sonne gewährleistet werden kann. Abschluss ist der „Bachelor of Engineering“.

Mehr Informationen

Green-IT in der Stadtverwaltung

Das Projekt „Green-IT“ soll den Stromverbrauch der städtischen Rechenzentren und die  CO2-Emissionen (9.000 t CO2 pro Jahr) innerhalb von 5 Jahren halbieren.
Zugleich wird die Europäische Dienstleistungsrichtlinie umgesetzt. Ein Großteil der Dienstleistungen wird elektronisch leicht zugänglich und über integrierte Serviceknoten („Einheitliche Ansprechpartner“) gebündelt und rechtssicher zur Verfügung gestellt.

Geplante Maßnahmenpakete:

  • Konsolidierung sämtlicher Serverkapazitäten in einem neuen Rechenzentrum des Amtes für Informations- und Kommunikationstechnik
  • Beschaffung ausschließlich hocheffizienter und hochtemperaturtoleranter Hardwarekomponenten
  • Weitestgehende freie Kühlung für Netzwerk- und Serverkomponenten
  • Streng nutzungsabhängige Betriebsführung durch Aktivierung aller Energiesparoptionen, zeitgesteuerten Shutdown von Klients und Abschaltung sämtlicher Peripheriegeräte
  • Herunterfahren der durch die Konsolidierung nicht mehr benötigten Serverkapazitäten

30 Rechenzentren unterschiedlicher Größe können aufgegeben werden.

Mobilität

Elektromobilitätskonzept 2025

Das tägliche Leben von Frankfurt ist geprägt von Mobilität und Verkehr. Frankfurt wird tagsüber zur Millionenstadt, da hunderttausende Menschen aus dem Rhein-Main Gebiet in die Mainmetropole per ÖPNV oder mit dem PKW pendeln. Das damit verbundene Verkehrsaufkommen hat erhebliche Belastungen für die Umwelt und die Lebensqualität der Stadt zur Folge. Daraus ergeben sich für die Verkehrs- und Umweltplaner der Städte wichtige Aufgaben zu Schlagworten wie "CO2-Ausstoß", "Feinstaubbelastung" oder "Umweltzonen".

Die Stadt Frankfurt am Main sieht in der Einführung der Elektromobilität große Chan­cen für die Zukunft. Allerdings bedarf die sinnvolle und effektive Nutzung dieser Technologie mehr als nur den Austausch des Verbrennungsmotors durch einen Elektromotor. Ein solches Vorgehen würde mittelfristig maximal zu einer Reduzierung der Schadstoffe und zu einer Lärmminderung durch den Verkehr führen. Dem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen sowie der damit einhergehenden Stauproblematik kann allein durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen nicht entgegengewirkt werden. Das E-Mobilitätskonzept 2025 verfolgt daher eine ganzheitliche Strategie.

Zu erreichende Ziele im Jahr 2025:

  • 2020: Einfache alltägliche Nutzung multimodaler Mobilitätsketten mit einem Schwerpunkt auf Elektromobilität.
  • E-Mobilität ist in den Gesamtverkehrsplan Frankfurt am Main (2015-2025) aufgenommen.
  • 2025 werden 10% des automobilen Verkehrsaufkommens in Frankfurt am Main elektrisch betrieben.
  • Frankfurt verfügt über ein leistungsstarkes differenziertes, flächendeckendes Netz an öffentlichen und privaten Ladesäulen.
  • In 2025 beträgt der Anteil des emissions- und lärmarmen Verkehrs innerhalb des Anlagenrings über 50%.
  • Der für EV’s benötigte Strom kommt zu 100% aus regenerativen Energiequellen.
  • Das „Frankfurter Modell“ zur Elektromobilität hat sich bewährt und ist bundesweit akzeptiert.

Mehr Information

Kontakt

Umweltamt

Galvanistraße 28
60486 Frankfurt am Main

Umwelttelefon +49 (0) 69 212 39100

umwelttelefon@stadt-frankfurt.de