Mainufer am Holbeinsteg © Stefan Cop

Das Mainufer

Frankfurt wendet sich wieder dem Fluss zu

Entspannung am Mainufer
Zwei Seiten des Mains: aktive Entspannung (oben © Stefan Cop) und ­mediterrane Momente am „Nizza“ (unten © Grünflächenamt)

Der Wandel Frankfurts von einer Handels- und Industriestadt zu einer Stadt der Dienstleistungen und des Wohnens bot die Chance, auf ehemaligen Hafen- und Industrieflächen an beiden Main­ufern Freiräume zu entwickeln, die die Aufenthalts- und Wohnqualität fühlbar steigern.

Noch im Jahr 1998 standen auf der ­Weseler Werft und am Westhafen die verwaisten Einrichtungen einer fast 100-jährigen Industrie- und Hafennutzung. Das Gebäude am „Nizza“, um 1832 mit angeschlossener Badeanstalt und üppiger Bepflanzung errichtet, war zu einer hässlichen Ruine verkommen. Am Deutschherrnufer reihte sich ein Parkplatz an den anderen.

Das „Nizza“

Kein Vergleich zu dem heute wie selbstverständlich wirkenden Bild der großzügigen Mainuferpromenaden und der im Sommer voll besetzten Liegewiesen. Auf Picknickdecken und Liegestühlen genießen die Frankfurter den Blick auf die gegenüberliegende Uferpromenade und die Hochhäuser, und das oft bis spät in die Nacht. Die Frankfurter haben ihre Mainufer wiederentdeckt.

Am „Nizza“, wo heute wieder Bananen­stauden, Palmen und Feigen mediterranes Flair vermitteln, liegt die Keimzelle der grünen Mainufergestaltung. Ab 1860 wurde dieser Güterumschlagplatz in eine öffentliche Grün­anlage um­ge­staltet. Die Anlage wurde von 1999 bis 2006 nach den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert und dem Stadt­gär­tner Andreas Weber, der die Anlage 1875 vollendet hatte, ein Denkmal gesetzt.

Durch die veränderten Strukturen von Industrie und Handel wurden große Gewerbeflächen am Main für urbane Quartiere frei. Ab 1997 wurde im Deutschherrnviertel das ehemalige Schlachthofgelände neu bebaut. Es folgte die Weseler Werft, ein nicht mehr benötig­ter Hafen für Schüttgüter am gegenüberliegenden Ufer. Schließlich gab die Stadt flussabwärts den Westhafen auf. In kurzer Zeit entstanden hier markante Bürogebäude und Wohnun­gen.

Maßnahmen

Allein für rein landschaftsgärtnerische Arbeiten wurden am Main bis heute zwölf Millionen Euro investiert. Etwa die Hälfte davon wurde durch die Projektentwicklungsgesellschaften für den ufernahen Stadtumbau finanziert. In den Jahren 1997 bis 2006 wuchs das grün gestaltete Ufer von 3,5 km auf fast 7 km Länge. 2006 wurde die Anlage in „Main­uferpark“ umbenannt. Die Umgestaltung des Mainufers wird in naher Zukunft fortgesetzt.

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Anlagen und Parks am Mainufer

Das Mainufer mit seiner Promenade, den Grünanlagen und seinen markanten Brücken ist eine der großen Anziehungspunkte der Stadt. Mehr erfahren Sie hier.

Informationen über die Grünanlagen an den Mainufern finden Sie unter:

Deutschherrnufer
Licht- und Luftbad Niederrad
Museumsufer
Nizza
Theodor-Stern-Kai
Weseler Werft