Abfallgebühren

Anreize für umweltfreundliches Handeln

Die in Frankfurt zu entrichtende Abfallgebühr finanziert den Fuhrpark, das Personal, die Verwaltung sowie die Sortier-, Verwertungs- und Beseitigungsanlagen der Müllabfuhr. Sie setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

Die Grundgebühr wird für jede Wohn- bzw. Nutzungseinheit gleichermaßen erhoben. Damit ist auch das Gewerbe in die Finanzierung der Müllabfuhr einbezogen.

Die Leistungsgebühr bemisst sich nach dem Volumen der Tonne für Restmüll an der angeschlossenen Liegenschaft und der Leerungshäufigkeit. Auch gewerblich genutzte Liegenschaften haben für ein Mindestvolumen an Restmüll eine ­Leistungsgebühr zu zahlen.

Die Tonnen für Bioabfall und die für Papier, Pappe und Kartonagen stehen jedem, der die Grund- und die Leistungsgebühr bezahlt, ohne Extrakosten zur Verfügung. Sperrmüll kann in Frankfurt beliebig oft zur Entsorgung angemeldet werden, ohne dass dafür extra bezahlt werden muss. Ebenso sind die Dienstleistungen des Schadstoffmobils und der Kofferraumservice kostenlos.

Das Frankfurter Gebührensystem setzt finan­zielle Anreize für ein umweltfreundliches Handeln, denn wer gut „trennt“, spart Geld. Wer Müll vermeidet und die kostenlosen Tonnen für Bioabfall, für Papier, Pappe und Kartonagen und die Tonne für Leichtverpackungen optimal nutzt, ­reduziert den Bedarf an Restmüllvolumen und spart so bei der Leis­tungsgebühr. Die kostenlose Entsorgung von Sperrmüll und Schadstof­fen hilft, wilde Deponien und Umweltgefährdungen zu vermeiden.