Holsystem, Bringsystem

Wohin mit dem Abfall in Frankfurt

Die Stadt Frankfurt am Main als öffentlich-rechtlicher Abfallentsorger be­auftragt die FES (Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH), Abfälle und Wertstoffe einzusammeln und zu verwerten. Die FES ist aus dem früheren Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung entstanden und wird als öffentlich-privates ­Unternehmen betrieben.

Holsystem

Lachender Muellmann © pa · picture alliance

Im „Holsystem“ nimmt sich die FES des Abfalls aus den Tonnen für Restmüll, Bioabfall und für Papier, Pappe und Kartonagen an. Diese Tonnen sind „satzungsgeregelt“, d. h. die Entsorgung des Abfalls aus diesen Tonnen ist Aufgabe der Stadt und wird nach der Abfallgebührensatzung berechnet. Auch Verpackungsmaterialien aus Papier und Pappe gehören in die entsprechende städtische Tonne. Der Sperrmüll wird ebenfalls direkt abgeholt.

Gleichzeitig gibt es ein bundesweites privatrechtlich organisiertes Entsorgungssystem mit neun Lizenznehmern, bekannt als „Grüner Punkt“ oder Duales System Deutschland (DSD). Es übernimmt die Entsorgung der Abfälle aus der Tonne für Leichtverpackungen, wie etwa Joghurtbecher oder Konservendosen. Die Entsorgung der Verpackungsabfälle durch das DSD wird vom Verbraucher beim Kauf der verpack­ten Gegenstände bezahlt.

Bringsystem

Verpackungen aus Glas, die mit dem „Grünen Punkt“ oder vergleichbaren Kennzeichnungen von Rücknahme­­sys­temen gekennzeichnet sind, gehören in den Altglascontainer. Die Sammlung, Sortierung und Verwertung führt das DSD durch.

Schadstoffe in haushaltsüblichen Mengen können bei den drei Schadstoffmobilen der FES gebührenfrei abgegeben werden.

Im Rahmen des „Kofferraumservice“ können an den drei Betriebshöfen der FES und den zwei Kleinmüllplätzen im Frankfurter Nordosten Wertstoffe wie ­etwa Altpapier, Grünschnitt, Verpackungen oder Metallschrott gebührenfrei abgegeben werden. Die Menge ist pro Einzelanlieferung auf 1 m3 begrenzt, daher der Name „Kofferraumservice“. Grünschnitt kann auch direkt zur Bioabfallbehandlungsanlage im Frankfurter Osthafen gebracht werden. Die Abfallumladeanlage in Frankfurt-Fechenheim nimmt gegen Gebühr – meist gewerbliche – Baustellenabfälle und Bauschutt an. Dazu gehören auch alte Bodenbeläge wie PVC, Laminat, Parkett und Teppichboden.

Der Handel ist verpflichtet, alte Autoreifen, Altöl und verbrauchte Trockenbatterien zurückzunehmen, wenn er diese Waren im Sortiment führt.

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