Luftschadstoffe
Schwefeldioxid (SO2)
Schwefeldioxid wird in Frankfurt zumeist durch die Industrie und die Gebäudeheizungen ausgestoßen. Es wirkt vor allem auf die Schleimhäute der Augen und der oberen Atemwege und kann zu einer höheren Infektanfälligkeit führen.
Die Schwefeldioxidimmissionen sind seit 1985 sehr stark gesunken. Der seit 2001 zum Schutz von Ökosystemen gültige Grenzwert von 20 µg/m³ im Jahresmittel für Schwefeldioxid wird derzeit mit 3 µg/m³ im Stadtgebiet von Frankfurt deutlich unterschritten.
Stickstoffdioxid (NO2)
Stickstoffdioxid wird in Frankfurt hauptsächlich vom Kraftfahrzeugverkehr verursacht. Auch die Industrie und der Flugverkehr tragen deutlich zur Belastung bei. Nach verschiedenen Studien führte die verkehrsbedingte Stickstoffdioxidbelastung zu einer höheren Asthmahäufigkeit bei Kindern. Es gibt Hinweise, dass sich die Allergierate bei Kindern im Zusammenhang mit hohen Verkehrsbelastungen erhöht.
Die Stickstoffdioxidkonzentrationen haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. Die höchsten Konzentrationen wurden mit 64 µg/m³ im Jahresmittel in der Friedberger Landstraße, einer Straße mit hoher Verkehrsbelastung, gemessen.
Der seit 2010 gültige Grenzwert der EU von 40 µg/m³ im Jahresmittel für Stickstoffdioxid stellt die Kommunen vor eine große Aufgabe. Wie in vielen anderen deutschen Städten wird der Grenzwert in Frankfurt bisher nicht eingehalten.
Hier sind vor allem Maßnahmen notwendig, die den Kraftfahrzeugverkehr reduzieren – und zugleich die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger bewahren.
Grünanlagen und Stadtklima
Das Frankfurter Stadtklima wird maßgeblich von seinen Kalt- und Frischluftentstehungsgebieten sowie den dazugehörigen Luftleitbahnen beeinflusst. Wichtig für eine optimale Kaltluftzufuhr sind dabei der Erhalt und die Erweiterung von entsprechenden Freiflächen, wie z. B. des Grünraums am Main, bei dem auch die Dichte und Ausrichtung der ufernahen Bebauung eine wichtige Rolle spielt.
Luftmesswerte
Das Stadtgebiet von Frankfurt am Main befindet sich im Ballungsraum Rhein-Main. Hier ist die ständige Kontrolle luftverunreinigender Stoffe vorgeschrieben. Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) betreibt im Stadtgebiet von Frankfurt am Main vier Messstationen.





