Liesel-Oestreicher-Schule in Preungesheim © Uwe Dettmar

Städtische Liegenschaften

Die Stadt baut vor

Die Stadt Frankfurt am Main reduziert in ihren rund 1.000 Liegenschaften den Verbrauch von Strom, Heizenergie und Wasser durch ein umfassendes Energiecontrolling. Die Abteilung Energiemanagement im Hochbauamt erfasst die Energiedaten der stadteigenen Gebäude, optimiert die Ener­gieeffizienz und koordiniert die Investitio­nen für den Klimaschutz.

Seit 1990 konnte durch das kommunale Energiemanagement der Stromverbrauch trotz zunehmender technischer Ausstattung und IT um 6% gesenkt werden, der Heizenergieverbrauch um 39% und der Wasserverbrauch um 56%. Die CO2-Emissionen sanken um 32%. Im Jahr 2008 konnten 15 Millionen Euro Verbrauchskosten eingespart werden.

Auch beim Neubau von städtischen Liegenschaften setzt Frankfurt auf Energieeffi­zienz. Bei Architekturwettbewerben der Stadt sind die „Leitlinien für wirtschaftliches Bauen“ einzuhalten, die die Passiv­hausbauweise als Standard vorsehen.

Seit 2008 bezieht die Stadt für ihre Liegenschaften ausschließlich Ökostrom der Mainova AG, der mit dem „Grüner Strom Label“ ausgezeichnet ist.
 

Das Bild oben zeigt ein Beispiel für öffentliches Bauen in Frankfurt: Die Liesel-Oestreicher-Schule in Preungesheim wurde 2009 mit dem Preis „Green Building Frankfurt“ ausgezeichnet. Bei dem Gebäude schuf die Architektin Jelena Bozic mit den Baustoffen Ziegel und Lärchenholz eine „Wohlfühlatmosphäre“. Bemerkenswert ist, wie es gelang, ­eine bereits vorliegende Planung nach­träglich auf Passivhausstandard zu bringen.