Liesel-Oestreicher-Schule in Preungesheim © Uwe Dettmar

Städtische Liegenschaften

Die Stadt baut vor

Die Stadt Frankfurt am Main reduziert in ihren rund 1.000 Liegenschaften den Verbrauch von Strom, Heizenergie und Wasser durch ein umfassendes Energiecontrolling. Die Abteilung Energiemanagement im Hochbauamt erfasst die Energiedaten der stadteigenen Gebäude, optimiert die Ener­gieeffizienz und koordiniert die Investitio­nen für den Klimaschutz.

Seit dem Jahr 1990 konnte durch das Energiemanagement der Stromverbrauch trotz der vor allem im Bereich der IT rasant zunehmenden technischen Ausstattung im Schnitt um 10 % gesenkt werden. Der Heizenergieverbrauch sank in dieser Zeit um 36 %, der Wasserverbrauch sogar um 62 % und die Kohlendioxid-Emissionen um 37 %.

Den Personalkosten, Sachkosten sowie dem Kapitaldienst für Energiesparinvestitionen in Höhe von ca. 5,7 Mio. € im Jahr 2014 standen Einsparungen an Energie- und Wasserkosten in Höhe von ca. 15,5 Mio. € gegenüber.

Auch beim Neubau von städtischen Liegenschaften setzt Frankfurt auf Energieeffi­zienz. Bei Architekturwettbewerben der Stadt sind die „Leitlinien für wirtschaftliches Bauen“ einzuhalten, die die Passiv­hauskomponenten als Standard vorsehen.

50 % des in den städtischen Liegenschaften verbrauchten Stromes ist mit dem „Grüner Strom Label“ zertifizierter Ökostrom. Die übrigen 50 % stammen aus regionaler Kraft-Wärme-Kopplung.

 

Das Bild oben zeigt ein Beispiel für öffentliches Bauen in Frankfurt: Die Liesel-Oestreicher-Schule in Preungesheim wurde 2009 mit dem Preis „Green Building Frankfurt“ ausgezeichnet. Bei dem Gebäude schuf die Architektin Jelena Bozic mit den Baustoffen Ziegel und Lärchenholz eine „Wohlfühlatmosphäre“. Bemerkenswert ist, wie es gelang, ­eine bereits vorliegende Planung nach­träglich auf Passivhausstandard zu bringen.