Kartoffelschalen

Strom und Gas aus der Biotonne

Energie aus biologischen Abfällen

Biomassekraftwerk in Frankfurt-Fechenheim
Das Biomassekraftwerk in Frankfurt-Fechenheim erzeugt aus Holzabfällen und Grünschnitt Strom für umgerechnet rund 20.000 Haushalte und Wärme für Gewerbe und Industrie © Tom Wolf

Bei der Verwendung von Biomasse konzentriert sich die Stadt Frankfurt am Main ­neben der Kompostierung auf die energetische Nutzung.

Die Mainova AG hat im Jahr 2005 das Biomassekraftwerk Fechenheim gebaut. Zum Einsatz kommen hier Rest- und Abfallhölzer aller Art. Das Kraftwerk erzeugt Strom für rund 20.000 Haushalte und versorgt mit der überschüssigen Wärme Gewerbe und Industrie. Eine Rauchgasreinigung neutralisiert Rückstände von Klebstoffen, Farben, Holz- und Pflanzenschutzmitteln. Damit dürfen selbst kontaminierte Hölzer verbrannt werden. Die Anlage spart ca. 85.000 Tonnen CO2 im Jahr ein. Das sind ca. 1,5 Prozent der Frankfurter CO2-Bilanz.

Bioabfall wird in Frankfurt flächendeckend eingesammelt. Daraus und aus dem Grünschnitt, der im Garten­und Land­schaftsbau anfällt, erzeugt die RMB Rhein-Main Biokompost GmbH ca. 1,65 Millionen m3 Biogas jährlich, das in zwei Blockheizkraftwerken in Strom und Wärme umgewandelt wird. Hier wird also Strom „aus der Kartoffelschale“ gewonnen. Zugleich werden pro Jahr rund 12.000 Tonnen hochwertige Kom­post­erden produziert und ver­marktet. Die Bioabfallbehandlungs­anlage spart rund 1.100 Tonnen CO2 im Jahr ein.