Weiher im Rebstockpark, Bockenheim © Eckhard Krumpholz

Gewässergüte

Mehr als nur sauberes Wasser

Bis 2015 sollen die Frankfurter Flüsse und Bäche in einen „guten Zustand“ versetzt werden. Dieses allgemeine Ziel, die Qualitätskriterien und die Standards für die Planung wurden in der EU-Wasserrahmenrichtlinie europaweit einheitlich festgelegt.

„Guter Zustand“ bedeutet zunächst eine gute chemisch-physikalische Wasserqualität, die nach Temperatur, pH-Wert und einigen chemischen Inhaltsstoffen bewertet wird. Die biologische Gewässergüte wird nach den im Gewässer vorkommenden Tierarten beurteilt. Die hygienische Gewässergüte rückt Auswirkungen auf die Gesundheit in den Mittelpunkt.

Wohnbauten am Westhafen

Ein intaktes Fließgewässer ist mehr als ein Gerinne mit sauberem Wasser. Für die ökologische Qualität spielt die sogenannte Strukturgüte eine große Rolle. Entscheidend ist eine Vielfalt an Lebensräumen, damit möglichst viele Arten von Insektenlarven, Fischen und anderen Tieren finden, was sie zum Leben brauchen. Inzwischen leben wieder 25 Fischarten im Main. In den kommenden Jahren sollen die Frankfurter Mainufer noch lebendiger und fischfreundlicher gestaltet werden – was nach einer Untersuchung aus dem Jahr 2009 bei etwa der Hälfte der Uferbereiche möglich ist.

Inzwischen gibt es für nahezu jeden Gewässerabschnitt in Frankfurt eine detaillierte Bestandsaufnahme. Die Ziele und die Maßnahmenplanung sind für alle Interessierten abrufbar.

www.flussgebiete.hessen.de
 

Hygienische Gewässergüte

Überall, wo Regenwasser von Straßen und Plätzen, gereinigte Abwässer aus Kläranlagen, Abschwemmungen von land­wirt­schaft­­lich genutzten Flächen und von Wegen ins Wasser gelangen, sind auch Darmbakterien und Krankheitserreger zu finden. Das Amt für Gesundheit überwacht die hygienische Gewässergüte und gibt in seinem Bericht (2009) Empfehlungen zur ­Bewässerung von Obst und Gemüse.

Baden im Main?

Wie schön wäre es doch, die Schwimmstrecke des Ironman®-Wettkampfes im Main zu haben! Ganz unabhängig von der notwendigen Sperrung einer Bundeswasserstraße und Sicherheitsmaßnahmen gegen Strömungen wäre das keine gute Idee. Beim Leistungssport wird viel Wasser geschluckt und der Main erfüllt die Anforderungen an ein Badegewässer nicht, er enthält zu viele Krankheitserreger.