Bertram Giebeler

Verkehrspolitischer Sprecher ADFC Frankfurt am Main e.V.

Bertram Giebeler ist Verkehrspolitischer Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Frankfurt am Main e.V. Hier ist er insbesondere mit Radverkehrsberatung von politischen Gremien, Institutionen und Unternehmen befasst.

Perspektive …

„Gleichberechtigte Mobilitätspartner“. Ein nachhaltiges Frankfurt braucht

  • ein Gesamtkonzept im Sinne von „kompakt – urban – grün“
  • mehr ÖV-Angebote für 300.000 Pendler – nordmainische S-Bahn, RTW
  • attraktive bezahlbare Wohnviertel auch für Familien – Alternative zur Suburbia
  • ein Limit für den Flughafenausbau – bis hierhin und nicht weiter
  • Grünzüge, die sowohl schön und erholsam als auch zugänglich und durchlässig sind – „Biotope“ sind nicht großstadtgemäß
  • ein lückenloses stadtweites Radwegenetz mit Wegweisung und Qualitätsstandards
  • Nahmobilitätskonzepte auf Stadtteilebene für Fußgänger und Radfahrer
  • eine öffentlichkeitswirksame Agenda nach der Green-Capital-Bewerbung

Meine Definition …

Nachhaltige Entwicklung Ist für mich ein Verhalten, sowohl der Individuen als auch der Politik, das Ressourcen schont und den nachfolgenden Generationen nicht noch mehr Belastungen aufbürdet, als sie ohnehin schon zu erwarten haben.

Positionen zur Zukunft …

des Nachhaltigkeitsforums: Bertram Giebeler über Rolle, Arbeitsweise und Themen des Forums und seine Erwartungen an die Stadtpolitik.

Das Statement ansehen

Frankfurt, so könnte es sein

Frankfurt, das nervt mich!

Green-City-Berichterstattung

Überraschungseffekte positiver ökologischer Themen nutzen

Für die Nachhaltigkeitskommunikation der Stadt Frankfurt am Main stellen sich diese Fragen: An wen soll sich die Kommunikation richten? Welche Ziele sollen mit ihr erreicht werden? Was soll und muss kommuniziert werden? In einem zweiten Schritt stellt sich die Herausforderung der Medienwahl. Auf jeden Fall sollte die Kommunikation nicht ausschließlich auf das Internet setzen, weil ich für ein solches Spezialthema sein Reichweitenpotential für zu gering erachte.

Harte Fakten im Städtevergleich

Frankfurter Bürger sollten mit Recht der Überzeugung sein, in einer ökologisch gut regierten Stadt zu leben. ‚Oh nein, in diesem Moloch will ich nicht wohnen!’ - von dieser Angst sollten potentielle Neu-Frankfurter nicht länger getrieben sein. Harte Fakten im Städtevergleich sind die besten Argumente: Anteil der Grünflächen, Rolle des Rad- und Fußverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs, die Messwerte und Zahlen zur Lärm- und Staubbelastung.

Objektiv steht Frankfurt gar nicht so schlecht da

Wenn es um Frankfurt geht, lösen positive Botschaften zu ökologischen Themen immer noch Überraschungseffekte aus. Ich kenne das vom Radverkehr. „Tatsächlich – in Frankfurt kann man gut Rad fahren! Das hätte ich nie gedacht!“ Diese Aussage eines Erlangeners oder Münsteraners zu hören, schafft schon einen „Kommunikations-Selbstläufer“.

Aber machen wir uns nichts vor: Die Stadt mit dem größten Flughafen und Fernbahnhof, mit einem der größten Autobahnknoten und 300.000 Pendlern am Tag, mit einer Hochhaus-Skyline wie Hous­ton und drei Chemieindustrie-Standorten - eine solche Stadt wird nie das öko-gemütliche Image von Kopenhagen oder Bremen haben. Es passt auch nicht!