Dr. Immanuel Stieß

Wissenschaftlicher Mitarbeiter des ISOE

Immanuel Stieß ist langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter des ISOE und leitet den Forschungsschwerpunkt Energie und Klimaschutz im Alltag. Er forscht zu Potenzialen und Hemmnissen für nachhaltige und CO2-arme Lebensstile und Alltagspraktiken, v.a. in den Handlungsfeldern Bauen und Wohnen, Energienutzung im Haushalt und Ernährung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verknüpfung von umwelt- und sozialpolitischen Zielsetzungen, z.B. in der Konzeption, Analyse und Evaluation von Handlungsansätzen für einen nachhaltigen Konsum für Haushalte mit geringem Einkommen.

Perspektive …

„Generationenfreundliche Stadt“. Ein nachhaltiges Frankfurt braucht

  • eine multi-kulturelle Mischung

  • Berücksichtigung des demografischen Wandels

  • multi-optinale Verkehrsmittelwahl

  • einen „ökologischen Fußabdruck“

  • Passivhäuser und dezentrale Energieversorgung

  • weniger Lärm

Meine Definition …

Nachhaltigkeit ist einerseits eine normative Perspektive, die ausbuchstabiert wurde als intragenerelle Gerechtigkeit und intergenerelle Gerechtigkeit. Aber Nachhaltigkeit ist vor allen Dingen auch ein Prozess, der über unterschiedliche Akteursgruppen aus Politik, Wirtschaft, aus Zivilgesellschaft immer wieder neu und konkret ausgehandelt wird. Dieses Dreieck ist üblich, das so genannte „Triangle of Change“. Das heißt, unterschiedliche gesellschaftliche Akteursgruppen, die genauer bestimmt werden müssen, verständigen sich über Nachhaltigkeitsziele.

Positionen zur Zukunft …

des Nachhaltigkeitsforums: Dr. Immanuel Stieß über Rolle, Arbeitsweise und Themen des Forums und seine Erwartungen an die Stadtpolitik.

Das Statement ansehen

Green-City-Berichterstattung

Für eine integrierte Stadtentwicklungsstrategie

Frankfurt ist eine wachsende Stadt mit einer prosperierenden Wirtschaft. Viele Menschen entscheiden sich für den Lebensort Frankfurt nicht nur wegen des Angebots an Arbeitsplätzen, sondern auch wegen der vorhandenen Lebensqualität, die durch verschiedene Faktoren gekennzeichnet ist: viel Grün in der Stadt, ein guter öffentlicher Nahverkehr, ein breites Bildungsangebot, aber auch eine differenzierte Kulturlandschaft. Nur eine integrierte Stadtentwicklungsstrategie wird die damit einhergehenden Herausforderungen in der Stadtentwicklung bewältigen können.

Wachstum qualitativ steuern

Eine integrierte Stadtentwicklung sollte zum Ziel haben, möglichst alle Bedürfnisse in Einklang zu bringen und das Wachstum damit qualitativ zu steuern. Das bedeutet aber auch, dass wir schonend mit unseren Ressourcen umgehen müssen und damit ein nachhaltiges Wachstum der Stadt sicherstellen. Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht ist dabei ein wichtiger Baustein. Er ist die Grundlage zur Entwick­lung weiterer Instrumente und Indikatoren zur Steuerung dieses Wachstums.