Prof. Dr. Martin Lanzendorf

Stiftungsprofessor für Mobilitätsforschung Goethe-Universität Frankfurt

Prof. Dr. Martin Lanzendorf lehrt und forscht seit 2008 als Stiftungsprofessor für Mobilitätsforschung an der Universität Frankfurt am Main. Die Stifter des Lehrstuhls sind der Rhein-Main Verkehrsverbund (RMV) und die ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain). Die Forschungsinteressen von Martin Lanzendorf umfassen verschiedenste Aspekte der Mobilität in Metropolregionen, insbesondere Veränderungen des Verkehrshandelns, räumliche Aspekte der Verkehrsentstehung und Mobilitätsmanagement zur Gestaltung einer nachhaltigeren Mobilitätsentwicklung.

Perspektive …

„Multimodalität“. Ein nachhaltiges Frankfurt braucht

  • eine bewusste Beschäftigung mit Mobilitätskonflikten

  • die Abkehr von Verkehrsideologien

  • mehr Fahrradfahrer und Fussgänger

  • Zusammenarbeit und Kommunikation

  • kontinuierliche Mobilitätsberatung

Meine Definition …

Nachhaltige Entwicklung. Eine Entwicklung ist für mich nachhaltig, wenn sie zunächst mal ökonomisch verträglich ist, also ökonomische Entwicklung einer Stadtentwicklung in Betracht zieht. Zweitens wenn sie die ökonomische Entwicklung vereinbart mit ökologischen Zielsetzung – also möglichst ökologisch verträglich für die Stadt ist. Und drittens wenn das sozial ausgewogen geschieht, also soziale Aspekte dabei berücksichtig werden. Und ganz wesentlich ist, dass halt Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn sie halt die Bedürfnisse und Belange zukünftiger Generationen auch mit einbezieht.

Frankfurter Perspektiven …

In welcher Stadt wollen wir leben? Was müssen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgergesellschaft heute tun, damit Frankfurt eine nachhaltige Entwicklung gelingt?

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Positionen zur Zukunft …

des Nachhaltigkeitsforums: Prof. Dr. Martin Lanzendorf über Rolle, Arbeitsweise und Themen des Forums und seine Erwartungen an die Stadtpolitik.

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Frankfurt, so könnte es sein

Frankfurt, das nervt mich!

Green-City-Berichterstattung

Versprechungen der Marktakteure kritisch hinterfragen

 „Eine nachhaltige Stadtentwicklung muss vielfältige ökologische, ökonomische und soziale Interes­sen miteinander abwägen. Sie sollte mitunter auch den Mut zeigen, kurzfristigen ökonomischen Verlo­ckungen zu widerstehen, um langfristig ökologische und soziale Ziele erreichen zu können, letzt­lich zum Wohle aller in der Stadt und in der Region. Versprechungen des Marktes und seiner Akteure sind kritisch zu hinterfragen. Mit neuen Technologien werden allzu häufig ohne realistische Grundlage ökologische oder soziale Versprechungen gemacht.

Langfristige Leitbilder

Kommunen und politische Entscheidungsträger – aber auch andere staatliche und nicht-staatliche Akteure – müssen für die Rahmenbedingungen und Entscheidungen sorgen, die sich an übergeordneten und langfristigen Nachhaltigkeitszielen und Leitbildern orientieren.

Eine Nachhaltigkeitsberichterstattung ist der erste Schritt auf diesem Weg, auf dem ich der Stadt Frankfurt viel Erfolg wünsche.“