© Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz

Streuobstwiesen: Stadtklima verbessern, Artenvielfalt erhalten

HGON – Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

Obst war schon immer ein Teil der menschlichen Nahrung, jedoch sind Streuobstwiesen oder vergleichbare Ackerlandschaften erst im 16. Jahrhundert entstanden. Durch das fortgeschrittene Wissen über Züchtung und Agrarwirtschaft, entstanden viele neue Sorten an Äpfeln, Birnen, Kirschen und anderen Obstsorten. Ihren Höhepunkt erreichten die Streuobstwiesen zu Beginn des 20 Jahrhunderts aufgrund der neuen, vielseitigen Nutzung der Grasfläche um die Obstbäume herum. So beherbergten die Streuobstwiesen nicht nur Obstbäume, sondern galten auch als Weideflächen für die Viehzucht. Mittlerweile gibt es auf unseren Streuobstwiesen über 6000 verschiedene Obstsorten, darunter allein 2700 Apfelsorten.

Gerade als Biotop ist die Streuobstwiese heute nicht mehr wegzudenken. Sie bietet  vielen Lebewesen, darunter Insekten, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugern einen Lebensraum. Darüber hinaus nimmt die Obstwiese vielfältige Funktionen im Klimahaushalt unserer urbanen Räume wahr. Hier dient sie als Frischluftschneise, Luftfilter, zur Klimamilderung  und als Kohlenstoffsenke. 

Umso gravierender ist es, dass seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Fläche der Streuobstwiesen drastisch zurückgegangen ist. Die HGON hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, diesen einzigartigen Lebensraum zu erhalten, zu pflegen und den Menschen näher zu bringen.

Anhand verschiedener Präparate und an einer interaktiven Karte können Sie den Lebensraum Streuobstwiese kennen lernen.


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