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Erschwerte Bedingungen

NABU Naturschutzbund Deutschland e.V.

Das Tempo, mit dem wir dem globalen Temperaturanstieg entgegen steuern, dürfte dem Trauerschnäpper besonders zu schaffen machen. Er gehört zu den Langstreckenziehernunter den Zugvögeln. Den Winter verbringen die Trauerschnäpper südlich der Sahara. DerZeitpunkt zum Rückzug in die europäischen Brutgebiete ist genetisch festgelegt: Trauerschnäpper sind deshalb weitaus weniger flexibel, sich an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen, als Zugvögel, die im Süden Europas überwintern.

Diese können den Beginn des Rückzugs stärker vom tatsächlichen Wetter abhängig machen. Da sich viele Insekten den milderen Temperaturen rascher anpassen und sich früher im Jahr entwickeln, steigt das Risiko für die Langstreckenzieher, dass bei ihrer Rückkehr aus dem Süden der Tisch nicht mehr so reich gedeckt ist wie zuvor. Hinzu kommt, dass der Trauerschnäpper oft nur noch besetzte Brutgebiete vorfindet. Denn die in heimischen Gefilden überwinternden Standvögel brüten früher, wenn der Frühling früher startet. Und flexiblere Kurzstreckenzieher kehren früher in ihre Brutgebiete zurück oder überwintern gar in Deutschland.

Aber damit nicht genug. Auch die Reise selbst wird für den Trauerschnäpper immer beschwerlicher, da sich die Wüstengebiete ausbreiten. Die Zugvögel laufen Gefahr, dass ihre Energiereserven nicht mehr ausreichen, um die längeren Flugstrecken zu bewältigen.


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