Prof. Julian Wékel

Professor TU Darmstadt

Prof. Dipl.-Ing. Julian Wékel arbeitet als Hochschullehrer am Fachbereich Architektur der Technischen Universität Darmstadt. Hier ist er insbesondere beschäftigt mit Fragen nachhaltiger Regionalentwicklung, bürgerschaftlich orientierter kommunaler Planungspraxis und Baukultur sowie mit internationaler Metropolenentwicklung.

Perspektive …

„Regionale Identität“. Ein nachhaltiges Frankfurt braucht

  • soziale und kulturelle Vielfalt

  • mehr Selbsthilfe und Bürgerarbeit

  • eine polyzentrische Planung

  • die „Durchflochtenheit“ städtischer Quartiere

  • ressortübergreifende Kooperation von Stadtpolitik und -planung

  • eine aktive Bürgergesellschaft

  • wahrnehmbare Lebensqualität

Meine Definition …

Nachhaltige Entwicklung. Also man muss sicherlich unterscheiden zwischen einer formal mittlerweile verbreiteten Definition. Da spricht jeder von den drei, nachdem er etwas nachgedacht hat von den vier Dimensionen, die sie hat: Ökonomie, Ökologie, Soziales und vor allen Dingen auch die kulturelle Dimension. So und es geht um die Balance dieser Faktoren in der Entwicklung. Es geht um die Fragen der generationenübergreifenden, auch ressourcenbezogenen Sicht. Dass man nicht das heute verbraucht, was vielleicht spätere Generationen dringend benötigen. Das sind also immer Abwägungsentscheidungen, die im konkreten Zusammenhang von Entwicklungsaufgaben und lokalen Kontexten zu treffen sind.

Frankfurter Perspektiven …

In welcher Stadt wollen wir leben? Was müssen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgergesellschaft heute tun, damit Frankfurt eine nachhaltige Entwicklung gelingt?

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Positionen zur Zukunft …

des Nachhaltigkeitsforums: Prof. Julian Wékel über Rolle, Arbeitsweise und Themen des Forums und seine Erwartungen an die Stadtpolitik.

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Frankfurt, so könnte es sein

Frankfurt, das nervt mich!

Green-City-Berichterstattung

Ressortübergreifende Perspektiven integrieren

Das Konzept der Nachhaltigkeit enthält normativ die Balance zwischen vier unterschiedlichen Dimensio­nen oder Sphären städtischer Entwicklung. Gemeint sind ökonomische, soziale, ökologische und kulturelle Zusammenhänge. Ihre Berücksichtigung sollte in gerechter Abwägung und unter Berücksichtigung der langfristigen Wirkungen des Verbrauchs unterschiedlicher Ressourcen erfolgen. Dies erfordert ein integrierendes Vorgehen, das von Beginn an Interessenträger und Akteure der Stadtgesellschaft einbezieht.

Die sektoralen Verantwortlichkeiten überwinden

In dem konzeptionellen Prozess der Gestaltung nachhaltiger Stadtentwicklung sind grundsätzlich das Zusammenspiel und die internen Integrationsprozesse von öffentlichen Aufgabenträgern, der Privat­wirtschaft und der Zivilgesellschaft von besonderer Bedeutung. Auch die politisch sektorale Gliederung der Wahrnehmung der öffentlichen Daseinsvorsorge sollte aus einer entsprechend integrierten Perspektive wahrgenommen werden.

Ressortübergreifende Arbeitsgruppen

Das Nachhaltigkeits­forum hat durch die Teilnahme der politischen Leitungen von mehreren Dezernaten bereits einen bedeu­tenden Schritt in diese Richtung geleistet. Allerdings sollte die ressortübergreifende Sicht noch stärker in den Verwaltungsalltag Einzug halten. Ressortübergreifende Arbeitsgruppen könnten im Zusammenspiel mit dem Nachhaltigkeitsforum die Frankfurt Green City-Berichterstat­tung wirkungsvoll machen.