STADTRADELN in Frankfurt

Hintergrund, Fragen, Ergebnisse

Am 3. Juni geht's los!

Liebe Radlerinnen und Radler,

ich freue mich sehr, dass Sie auch in diesem Jahr, wo alles ein bisschen anders ist, dabei sind und die STADTRADELN-Kampagne des Klima-Bündnisses tatkräftig unterstützen. Radfahren ist nicht nur gesund, leise und günstig, sondern auch umwelt- und klimafreundlich. Sie wissen, Radfahren bedeutet Mobilität ohne Luftschadstoffe. Es macht darüber hinaus Spaß und die Bewegung an der frischen Luft ist gut für die Gesundheit. Natürlich soll auch beim Radfahren der empfohlene Abstand zu den Mitmenschen eingehalten werden.

Der Verkehr verursacht etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland. Laut Umweltbundesamt waren das 2018 etwa 166 Millionen Tonnen. Davon gingen rund 22 Prozent auf das Konto des innerörtlichen Verkehrs. Wenn ein Fünftel der Strecken mit dem Rad statt mit dem Pkw gefahren würde, ließen sich etwa 7,2 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Die Stadt Frankfurt am Main hat das Ziel, bis zum Jahr 2050 auf erneuerbare Energien umzusteigen und klimaschädliche CO2-Emissionen gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent zu senken. Weniger Autos und mehr Fahrräder sind ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Jede Radfahrerin und jeder Radfahrer sind eine lokale Antwort auf den globalen Klimawandel. Im letzten Jahr wurden in unserer Stadt im Rahmen dieser Kampagne über 522.000 Kilometer erradelt und somit mehr als 74 Tonnen CO2 vermieden. Ich freue mich über jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer und bin gespannt, wie viel wir in diesem Jahr, trotz erschwerter Bedingungen, erreichen werden.

 

 

Ihre

Rosemarie Heilig
Dezernentin für Umwelt
und Frauen

So ging's 2019 aus

162 Teams – das waren 65 mehr als 2018 – haben sich beteiligt und dazu beigetragen, dass die Aktion ein voller Erfolg wurde. Mit 2.706 Personen sind über 1.180 Personen mehr als im Jahr zuvor mitgeradelt. So wurden insgesamt 522.927 Kilometer während des Aktionszeitraumes zusammengetragen, was einer Vermeidung von 74 Tonnen CO₂ entspricht, wenn statt des Autos das Fahrrad benutzt wurde.

Die Aktion sollte Menschen dazu anregen, möglichst oft das Auto stehen zu lassen. Vielleicht haben einige für sich neu entdeckt, dass die Nutzung des Fahrrads auch für Alltagswege durchaus möglich ist und viele Vorteile hat.

Neben klimatischen und gesundheitlichen Aspekten betraf die STADTRADELN-Aktion auch den Aspekt der Radverkehrsplanung. So gab es wieder die Möglichkeit, auf dem Weg beobachtete Mängel an auf der Meldeplattform-radverkehr einzutragen oder über die STADTRADELN-App Daten für die Verkehrsplanung zur Verfügung zu stellen.

Ehrung und Preisverleihung

In folgenden Kategorien wurden Gewinnerinnen und Gewinner ausgezeichnet:

Teams, die die meisten Kilometer geradelt sind
Teams, die die meisten Teilnehmer hatten
Teams, die die meisten Kilometer pro Kopf gefahren sind
der radelaktivste Teilnehmer und
die drei Schulen mit den meisten aktiven Radler*innen

Gewürdigt wurden zudem alle engagierten Teamkapitäninnen und -kapitäne: Sie bekamen eine Eintrittskarte für den Palmengarten zugesandt.

Am 18. September lud Umweltdezernentin Rosemarie Heilig im Römer zu einer Feierstunde zu Ehren der Teilnehmenden der STADTRADELN-Kampagne ein. Die Übergabe der Preise übernahm Stadtrat Claus Möbius.

Stellvertretend für ihre Teams nahmen Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Gewinnerkategorien die Urkunden und Preise in Empfang. Für die drei Gewinnerschulen gab es Geldpreise, die in Form von Schecks von Frau Breser vom ivm – Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm) – überreicht wurden. Stadtrat Möbius lobte das tolle Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und motivierte alle dazu, auch im nächsten Jahr wieder mit von der Partie zu sein.

Im Anschluss an die Feierlichkeit wurden alle Anwesenden zu einer Führung durch den geschichtsträchtigen Kaisersaal eingeladen, dem Schmuckstück im Frankfurter Römer.

Peter Dommermuth, Leiter des Umweltamtes sagt:

 „Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen durch den motorisierten Verkehr. Deswegen geht es bei der Kampagne vor allem darum, viele Menschen für den Umstieg auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen. So können alle einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und etwas für die eigene Gesundheit tun.“ Im vergangenen Jahr wurden während des Stadtradelns in Frankfurt am Main 74 Tonnen CO₂ vermieden.

Allerdings liegen für den Radverkehr kaum räumliche Verkehrsdaten vor. Das Forschungsprojekt MOVEBIS sammelt im Rahmen der Kampagne STADTRADELN Daten zum Radverkehr und stellt diese für alle hessischen Teilnehmerkommunen zur Verfügung. Diese Informationen können die Planung und den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur vor Ort unterstützen. Über die STADTRADELN-App werden die Daten während des Aktionszeitraums erhoben.

Gemeinsam wird ein Rad draus

Klimaschutz und Lebensqualität

Da Radförderung und Klimaschutz Teamsache ist, schließen sich die Radelnden beim Stadtradelns in Teams von mindestens zwei Personen zusammen. Dies können zum Beispiel Menschen aus einem Stadtteil sein, Mannschaften von Firmen, Vereine oder auch einzelne Schulklassen. Die Person, die ein neues Team gründet, ist Teamkapitän. Dieses Engagement wird von der der Stadt Frankfurt in diesem Jahr besonders gewürdigt.

Im Rahmen von Frankfurt Green City organisiert das Umweltamt die Kampagne für die Stadt Frankfurt am Main.

Für weitere Fragen steht das Umwelttelefon unter 069/212-39100 oder per E-Mail umwelttelefon@stadt-frankfurt.de zur Verfügung.

Radfahren in Frankfurt

Die Stadt Frankfurt arbeitet kontinuierlich daran, die Radwege und Parkmöglichkeiten für Rad Fahrende über die Meldeplattform Radverkehr zu verbessern. Helfen Sie uns dabei, Frankfurts Radwege noch besser und vor allem fahrradfreundlicher zu machen, indem Sie uns mitteilen, wo Sie Straßenschäden entdeckt haben oder ein barrierefreies Radfahren verhindert wird.

Zum Radfahrbüro

Radentscheid Frankfurt

Im August 2019 beschloss das Stadtparlament die Magistratsvorlage „Fahrradstadt Frankfurt am Main“, die zahlreiche Vorschläge des Bürgerbegehrens „Radentscheid Frankfurt“ aufgreift. Hier finden Sie Näheres zum Stand der Umsetzung.

Radeln for future

Schülerinnen und Schüler tun was für den Klimaschutz

Radfahren ist gut für den Klimaschutz! Lass Dich nicht mit dem Auto zur Schule, zum Training oder zur Musikschule fahren. Besser für das Klima ist es, wenn Du in die Pedale trittst.

Der hessenweite WETTBEWERB SCHULRADELN möchte möglichst viele davon überzeugen, ihre Wege mit dem Rad zurückzulegen, um klimaschädliches CO₂ zu vermeiden. Denn jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, erspart der Umwelt durchschnittlich 142 Gramm klimaschädliches Kohlendioxid. Bei 200 Schultagen im Jahr und zum Beispiel sechs Kilometer Schulweg sind das 170 Kilogramm CO₂ je Schülerin oder Schüler!

Mitmachen kann jede weiterführende Schule im Land Hessen mit allen ihren Schülerinnen und Schülern samt Eltern und Lehrkräften. Macht also mit und registriert Euch als Mitglied für ein bereits angelegtes Schulteam (bitte aus Liste auswählen) oder legt ein Schulteam neu an und tragt die geradelten Kilometer in das eigene Kilometer-Buch ein. Anmelden können sich die Schulen oder Klassen über stadtradeln.deoder über die STADTRADELN-App. Die Aktion läuft vom 3. bis 23. Juni 2020. Die gefahrenen Kilometer müssen bis spätestens zum 30. Juni eigetragen sein.

Weitere Informationen

Die Kampagne des Klima-Bündnis

Klimaschutz und Lebensqualität

STADTRADELN ist eine Kampagne des Klima-Bündnis zum Klimaschutz und für mehr Lebensqualität in den Kommunen weltweit. Ziel ist es, so viel CO₂ wie möglich zu vermeiden, indem möglichst viele Menschen mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren. Außer dem Klimaschutzgedanken gibt es eine Reihe weiterer Aspekte, die für das Radeln sprechen: Gesundheit, Flächennutzung, Luftreinhaltung und nicht zuletzt der Spaß an der Sache.

Über die Kampagne

Wer kann mitmachen?

Mitmachen kann jede und jeder, die oder der in Frankfurt am Main lebt, arbeitet, studiert, zur Schule geht oder Freizeit dort verbringt. Anmelden können sich Teams, z. B. Sportvereine, Häkelgruppe, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Firma oder Schulklassen. Wer alleine radelt, kann sich einfach einem bereits angemeldeten Team anschließen oder er/sie wird dem „Offenen Team“ zugeordnet.

Zur Anmeldung

Ziel der Kampagne

Ziel der Kampagne STADTRADELN ist daher die Aktivierung von Kommunen. Insbesondere sollen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker für die Belange des Radverkehrs gewonnen werden. Stadt- und Gemeinderäte, Stadtverordnete und Gemeindevertreterinnen und -vertreter etc. stellen die Weichen für die Radverkehrsförderung und -planung in Kommunen und sind Vorbilder, wenn sie sich selbst in den Sattel schwingen. Für Nicht-Alltagsradelnde bietet das STADTRADELN die Möglichkeit, im Wettbewerb die eigene Kommune aus der Lenker-Perspektive zu erleben und die Vorteile des Radfahrens im Alltag zu entdecken.

Weitere Infos

Zahlen für den Radverkehr

Für den Radverkehr liegen kaum räumliche Verkehrsdaten vor. Das Forschungsprojekt MOVEBIS stellt im Rahmen der Kampagne STADTRADELN Verkehrsdaten zum Radverkehr für alle hessischen Teilnehmerkommunen zur Verfügung. Diese Informationen können die Planung und den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur vor Ort unterstützen. Das geht ganz einfach mit der STADTRADELN-App!

Mehr Informationen finden Sie unter www.movebis.org.

Statements aus der Politik

Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt und Frauen

Radfahren ist gesund, schnell, günstig, macht Spaß und ist leise!  Benötigen Sie noch mehr Argumente?
 

Klaus Oesterling, Dezernent für Verkehr

Für die Radverkehrsplanung bedarf es der Beobachtungen und Anregungen von engagierten Radfahrerinnen und Radfahrern.

Markus Frank, Stadtrat, Dezernat Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr

Das Fahrrad ist ein Symbol für die Verknüpfung von Zukunftsfähigkeit  und Tradition.