Drei grüne Ringe

Grünräume in Frankfurt

Um den Frankfurter Stadtkern liegen drei grüne Ringe: die Wallanlagen um die Innenstadt, der Alleenring und der GrünGürtel, der ein Drittel der Stadtfläche ausmacht. Die Entstehung der grünen Ringe steht historisch im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung. Sie zeigen, dass die Frankfurter beim Wachstum der Stadt traditionell auch die Grünräume im Blick hatten.

Der Grüngürtel

Der GrünGürtel ist die „grüne Lunge“ Frankfurts. Er umfasst mit rund 8.000 Hektar etwa ein Drittel der Stadtfläche und zieht sich über rund 70 km um die Stadt. Der GrünGürtel zeichnet sich durch landschaftliche Vielfalt und großen Artenreichtum an Pflanzen und Tieren aus. Er zeigt das breite Spektrum Frankfurter Landschaften und ist mit Streuobstwiesen, Naturschutzgebieten, Bach­läufen, mit Äckern, Parks, ­Gärten, Sport- und Freizeitanlagen eine kleine Typologie der Kulturlandschaften im Rhein-Main-Raum. Der GrünGürtel bietet hohe Lebens- und Erlebnisqualität und ist ein stark besuchtes Freizeitgebiet in der Region.

Die Wallanlagen

Anfang des neunzehnten Jahrhunderts wurde die bestehende militärische Befestigungsanlage in eine baumbestandene Promenade mit angrenzenden privaten Gärten umgewandelt. Gegen immer wiederkehrende Bauwünsche wurde sie per Dekret geschützt. Die so genannte Wallservitut, von Kaiser Wilhelm II. 1907 in Kraft gesetzt, gilt noch heute. Sie sichert den Schutz der über 5 km langen Wallanlage, die das Gebiet der historischen Altstadt nördlich des Mains umgibt.

Mehr zu den einzelne Abschnitten der Wallanlagen finden Sie in dieser Übersicht der Anlagen und Parks.

Der Alleenring

Der mittlere Ring, der Alleenring, umfasst auf einer Länge von etwa 12 km den inneren Stadtkern. Er wurde im Rahmen der großen Stadterweiterungen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert angelegt und verbesserte damals die Verkehrserschließung Frankfurts. Zugleich schuf er repräsentative grüne Blickachsen zum angrenzenden Taunus. Der Alleenring ist auch heute noch eine wichtige Verkehrsachse. Wir haben dort aber bis heute gesicherte Standorte für alte Bäume, insbesondere Rosskastanien und Platanen.

Die Frankfurter und ihre Bäume – die Eibe

Das Geschichte eines Baums zeigt die Verbundenheit der Frankfurter mit ihren Bäumen: 1907 wurde eine damals schon etwa dreihundertjährige Eibe an ein 3,5 km entferntes neues Domizil verplanzt. Diese Aktion dauerte mehrere Wochen und war Stadtgespräch.

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