Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen in Frankfurt”

Bildung als zentrale Ressource für eine nachhaltige Entwicklung

2008 beschloss die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt, sich unter dem Motto „Fit für die Zukunft” an der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu beteiligen. In Rahmen dieses Projekts wurde das Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen in Frankfurt” eingerichtet.

Für eine nachhaltige Entwicklung der international orientierten Stadt Frankfurt ist Bildung von zentraler Bedeutung. Sie ist Grundlage für eine erfolgreiche wirtschaftliche, soziale und umweltgerechte Stadtentwicklung. Auf den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von 2008 hin wurde das Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen in Frankfurt” eingerichtet. Es verknüpft die Bildungsakteure in der Stadt mit der Zivilgesellschaft und Unternehmen.

Der Verein Umweltlernen in Frankfurt e.V. koordiniert dieses Netzwerk im Auftrag der Stadt. Beteiligt sind u.a. das Stadtschulamt, das staatliche Schulamt, das Jugend- und Sozialamt, das Umweltamt, das Netzwerk BioFrankfurt, die Frankfurter Sparkasse, die GLS Bank, die FES, die Mainova AG und der Kinderschutzbund Frankfurt.

Zielgruppen sind, dem Leitbild des lebenslangen Lernens entsprechend, Stadtbewohner in jedem Lebensalter. Die traditionellen Bildungsinstitutionen wie die Schulen arbeiten ebenso mit wie Akteure informellen Lernens wie Vereine, Initiativen oder Unternehmen.

Seit dem Abschluss der UN-Dekade führt das Netzwerk seine Arbeit im Rahmen des nachfolgenden Weltaktionsprogramms "Bildung für nachhaltige Entwicklung" fort. Bei jährlichen Konferenzen werden Jahresthemen beschlossen und gemeinsame Aktionen initiiert, zum Beispiel im Jahr 2017 die Tagung "Die Welt reparieren" und im Jahr 2018 die Veranstaltungsreihe "BNE-Tour in der Stadt", mit der die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele bekannter gemacht wurden.

Mehr Informationen auf den Seiten des Netzwerks

Die Broschüre „Frankfurter Lernorte der Nachhaltigkeit“ finden Sie hier.

Schuljahr der Nachhaltigkeit

„Jedes Frankfurter Kind weiß nach der Grundschule, was nachhaltige Entwicklung bedeutet, kann Handlungsmöglichkeiten benennen und für die Gestaltung des eigenen Lebens nutzen.“ – das ist das Leitziel des Bildungsprogramms „Schuljahr der Nachhaltigkeit“. Es wurde im Rahmen der Frankfurt-Green-City-Strategie konzipiert und richtet sich an die 4. Jahrgangsstufe von Grundschulen.

In zehn Unterrichtmodulen wird das Thema Nachhaltigkeit handlungsorientiert vermittelt. Themen sind unter anderem Klima und Energie, Mobilität und Recycling sowie fairer Handel. Kooperationspartner der Pilotphase waren die Stadt Frankfurt, die FES, die Mainova, die ABG und der Verein Umweltlernen in Frankfurt. Das Schuljahr der Nachhaltigkeit startete 2012 mit einem Pilotprojekt an vier Frankfurter Schulen. Inzwischen sind zehn Schulen beteiligt. Das Programm wurde im Jahr 2014 als offizielle Maßnahme der UN-Dekade BNE ausgezeichnet.

Mehr zum Schuljahr der Nachhaltigkeit

„Stadt der UN-Dekade“ und "Kommune mit Auszeichnung des Weltaktionsprogramms BNE" – Frankfurt mehrfach ausgezeichnet

Für die Entwicklung von innovativen Strukturen und das vielfältige Programm wurde Frankfurt mehrfach von der Deutschen UNESCO-Kommission als Stadt der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung” und in der Folge auch als "Kommune mit Auszeichnung" des Weltaktionsprogramms BNE" ausgezeichnet.

Mehr unter Auszeichnungen und Preise

Vielfältige Umweltbildung

Vom Projekt „Entdecken, Forschen und Lernen im Frankfurter GrünGürtel“ über den Lernbauernhof und das Programm „Klimaschutz und Energiesparen an Schulen“ bis hin zum Projekt „Bike im Trend“ – die Frankfurter Bildungsangebote zu Themen einer nachhaltigen Entwicklung sind vielfältig. 
Einen Überblick finden Sie hier.